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FINANZEN UND STEUERN: An Ihrer Rating-Note entscheidet sich Ihr Kredit.

InfoKompakt Oktober 2011 Finanzen und SteuernWissen Sie, wie Ihr Unternehmen von Ihren Kapitalgebern gesehen wird?
Nach den turnusmäßigen Bankgesprächen denken die meisten Unternehmer, sie hätten Klarheit darüber, wie die Bank das Unternehmen beurteilt.

Die Gespräche verlaufen meist freundlich, harmonisch - selbst wenn die jüngere Entwicklung des Unternehmens Anlass zu einer kritischen Betrachtung der Lage gibt. Dabei wird die angenehme Gesprächsatmosphäre als Indiz für die gute Zusammenarbeit und die positive Bewertung durch die Bank oft missverstanden.

Überhört: Andeutungen sind nur vage

Die Banken sind außerordentlich zurückhaltend bei der Formulierung konkreter Forderungen oder gar bei der Beantwortung der Frage, inwieweit die Geschäftsführung das Vertrauen der Bank noch genießt. Hinweise ergeben sich nur aus vagen Fragen und Aussagen in den Bankgesprächen (die oft überhört und nicht wahrgenommen werden) und aus dem vom Unternehmen als widersprüchlich empfundenen Handeln der Bank.

Enttäuscht: Erwartungen erfüllen sich nicht

So kann es durchaus sein, dass auf die Aussage "Wir stehen zu Ihrem Unternehmen" oder "Wir stehen zu unserem Engagement" kurze Zeit später folgt "Eine Anpassung der derzeit berechneten Kontokorrentzinsen ist uns aus Kostengründen nicht möglich". Auch auf so positiv klingende Äußerungen wie „Die Planung ist aus unserer Sicht plausibel und erfolgversprechend“ und „Wir begrüßen den eingeschlagenen Weg und sind überzeugt, dass er erfolgreich sein wird“, kann eine für den Unternehmer völlig unerwartete Entscheidung auf seinen Kreditantrag erfolgen. Die Bank lehnt ihn ab: „Wir sehen unter den derzeitigen Gegebenheiten keine Möglichkeit unser Engagement auszuweiten und die geplante Maßnahme zu finanzieren“.

Begrenzt: Die Ratingnote lässt keinen Spielraum

Die Erklärung liegt in fast allen Fällen in der Ratingnote, die den Spielraum der Bank begrenzt, die der Unternehmer aber zumeist nicht kennt. Dabei wäre es für ihn außerordentlich wichtig, das eigene Rating richtig einzuschätzen und zu verstehen, wie sich die Bank ihr Urteil bildet. Die quantitativen und qualitativen Einzelurteile werden in der "Ratingnote" zusammengefasst. Nur wenn der Unternehmer nachvollziehen kann, wie dieses Urteil gebildet wird, welche Kriterien und Fragen von Bedeutung sind, ist er in der Lage, selbst Maßnahmen zu ergreifen, die sein Rating verbessern. Mit diesem Wissen wird es ihm dann auch in den Gesprächen gelingen, die versteckten Hinweise und Andeutungen der Bank wahrzunehmen und richtig zu deuten.

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Andreas Becker
Dipl.-Kfm. WP/StB
andreas.becker@prueftreu.de
Telefon: 069 - 90 74 86



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