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FÜHRUNG: Das richtige Führen steigert die Produktivität Ihrer Mitarbeiter!

InfoKompakt Oktober 2011 FührungWas tun, wenn Mitarbeiter nicht so handeln, wie sie sollten? Der Gedanke „Die wollen oder können einfach nicht anders“ greift zu kurz. Denn die Gründe dafür können ebenso gut in der Unternehmensorganisation als auch an der eigenen Führung liegen.

Die Lage ist nicht hoffnungslos!

Mit der Einstellung, dass es allein an den Mitarbeitern liege, gefährdet der Leiter in jedem Fall eine gute Zusammenarbeit. Die Folge: Die Leistungen lassen immer schneller nach und die Mitarbeitermotivation ist kaum noch wahrnehmbar. Die Lage ist aber nicht hoffnungslos! Denn das Führen von Mitarbeiten ist erlern- und trainierbar.
Dabei sind sechs Leitungsaufgaben besonders wichtig: Instruieren, Informieren, Planen, Entscheiden sowie Motivieren und Kontrollieren. Diese Aufgaben darf ein Leiter nicht aus der Hand geben! Ansonsten wird der Leiter nicht als Leiter von seinen Mitarbeitern wahrgenommen.

Die sechs wichtigsten Führungsaufgaben

  1. Instruieren und Informieren dienen der allgemeinen Orientierung zwischen den Mitarbeitern und ihrer Leitung. „Wen darf ich überhaupt fragen, wessen Anweisungen sind für mich relevant?“ Häufig versteckt sich in einer Leistungseinheit ein heimlicher Informant – der langjährige Mitarbeiter, der alles weiß.
    Dieser mystifiziert oft sein Wissen, um sich so unentbehrlich zu machen. Hier ist der Leiter gefragt, alle relevanten Informationen und Anweisungen zu geben. Den langjährigen Mitarbeiter zu bitten, den „Neuen“ einzuarbeiten, wird somit zum Eigentor.

  2. Planen und Entscheiden betreffen die Anforderungen an die Organisationsstruktur selbst. Dahinter stecken Fragen wie „Wer plant für mich die wichtigen Dinge im Unternehmen? An wen wende ich mich, wenn ich eine Entscheidung brauche?“ Auch hier sollte der Leiter seine Chance nutzen und diese Aufgaben auf keinen Fall aus der Hand geben.

  3. Kontrollieren und Motivieren sind jene Leitungsaufgaben, die die Beziehung zwischen Leiter und Mitarbeiter prägen. Hier hat der Vorgesetzte die Chance, seine Mitarbeiter hinter sich zu bekommen, um auf dieser Basis wirklich effektive Erfolge zu erzielen.

Die Struktur muss stimmen!

Alle Leitungsaufgaben sind für nahezu jeden erlern- und trainierbar. Bevor sich Leiter aber die Mühe machen, die Leitungsaufgaben zu erfüllen, muss natürlich gewährleistet sein, dass diese auch anwendbar sind – sprich, dass der organisatorische Rahmen dafür gegeben ist. Wenn zwei Leiter auf einen Mitarbeiter zugreifen, was im täglichen Arbeitsleben viel zu häufig der Fall ist, scheitert das ganze „Leiten“.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Abteilungsleiter nutzt den kurzen Dienstweg und fragt direkt den Mitarbeiter. Damit hebelt er den Gruppenleiter und dessen Leitungsfunktion aus. Die Bitte des Abteilungsleiters an den Mitarbeiter „Herr Müller, könnten Sie kurz mal für mich den Text überarbeiten ...“ hat zur Folge, dass Herr Müller sich nun zwischen Gruppenleiter und Abteilungsleiter entscheiden kann. Herr Müller kann natürlich antworten „Selbstverständlich kann ich ...“ um sich diese Mehrarbeit aufzuladen, von der sein Gruppenleiter nichts weiß. Nun wird es aber problematisch, wenn der Gruppenleiter Herrn Müller bittet, schnell etwas sehr Wichtiges für ihn zu erledigen. Dann muss Herr Müller selbstständig Prioritäten setzen. Nun kann er abwägen zwischen schnell und kurz beziehungsweise zwischen Abteilungsleiter oder Gruppenleiter. Er würde sich bei dieser Wahl aber immer falsch entscheiden. Deswegen wählt Herr Müller die für ihn beste Möglichkeit. Er spielt beide Leiter gegeneinander aus und erwidert dem Gruppenleiter „Würde ich gerne, aber der Abteilungsleiter hat mich gebeten, dass ...“ Ähnlich antwortete er auch auf die Anweisung des Abteilungsleiters. So hat Herr Müller sehr schnell gelernt, dass er im Grunde beide Anweisungen umgehen kann. Beiden Leitern fehlen schlichtweg die Argumente, da sie sich nicht informiert haben und die Richtigkeit der Aussage nicht prüfen können. Herr Müller hat in allen Fällen seine Wichtigkeit im Unternehmen demonstriert und seine zu erledigenden Aufgaben verringert.

Wie führt man besser?

Obwohl sich gleich zwei Vorgesetzte um Herrn Müller kümmern, steigert das nicht seine Arbeitsmotivation. Tatsächlich wäre es für alle Beteiligten am besten, Herr Müller würde nur den Anweisungen seines Gruppenleiters folgen. Nur dann hat dieser auch die Chance, seine Leitungsaufgaben erfolgreich anzuwenden.
Man muss also nicht als Leiter geboren sein! Sondern lediglich lernen, die Leitungsaufgaben zu erfüllen und natürlich auch die Chance dazu bekommen. Ansonsten ist das Leiten vergebens bei einer zugleich sinkenden Mitarbeitermotivation.
In vielen Mitarbeiterführungsseminaren, Schulungen oder Coachings wird der organisatorische Rahmen, den die Teilnehmer im Unternehmensalltag erleben, nicht berücksichtigt. Das kann den Effekt einer solchen Schulung außerordentlich schmälern. Denn auch ein Leiter ist nur ein geleiteter Mitarbeiter.

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Rüdiger Maas
Dipl. Psych
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Dipl. Wirt.-Ing.
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